Im 2024 war der lang ersehnte Moment gekommen: unser Verein durfte das 100-Jahr-Jubiläum feiern. Nach längerer Planungsphase, die dem OK-Team viel Schweiss und Durchhaltevermögen abverlangt hat, konnten wir am 18.05.2024 die futuristische MS-Sonnenkönigin chartern. Diesem speziellen Anlass wohnten nebst unseren Mitgliedern auch Sponsoren bei, die unser Jubiläum in diesem Rahmen überhaupt erst möglich gemacht haben. An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an euch! Ein Highlight jagte das nächste – toller Apéro auf dem Oberdeck, ein Gaumenschmaus von Abendessen, unterbrochen durch den Besuch von Neptun mit seinem Gefolge sowie einem Grusswort des IBMV. Eine Band hat für super Stimmung gesorgt, sodass bis spät in die Nacht gefeiert wurde. Was für ein gebührendes Fest! Herzlichen Dank nochmals an unser OK-Team, ihr wart spitze.
An der HV 2023 legte Reto Arpagaus sein Präsidialmandat nach 11-jähriger Tätigkeit in die Hände von Stefan Müller. Reto Arpagaus hatte bereits vor seiner Präsidentschaft viele Jahre das Amt des Kassiers inne. Während Reto’s Amtszeit als Präsident wurden nebst vielen tollen Anlässen ein neues Club- Logo, neue Statuten und eine neue Homepage inklusive dieser Chronik erarbeitet und erstellt. Aufgrund seiner vielen Verdienste wurde Reto von den Mitgliedern die Ehrenmitgliedschaft zuteil und vom «alten Vorstand» mit einem Film und einer Einladung ganz speziell verabschiedet. Unser langjähriges Clubmitglied Stefan Müller wurde mit allen Ehren und einstimmig in den Stand des neuen Präsidenten erhoben und ihm wurde das «SBM-Ruder» in einem feierlichen Akt offiziell übergeben.
An der 94. HV wurde dem Vorstand der Auftrag erteilt die Clubstatuten, welche seit 1975 in Kraft sind, zu überarbeiten. Eine SBM-Arbeitsgruppe bestehend aus Evelyn Kreis, Roger Eggenberger, Rolf Fässler, Michael Niederer, Kurt Uhler und Dominique Lambert (Vertreter Vorstand) nahm sich dieser Aufgabe mit viel Engagement an. Der Vorschlag lag bereits Ende 2019 vor, konnte aber mangels physischer Durchführung der 95. und 96. HV erst an der ausserordentlichen HV vom 30.10.2021 behandelt werden. Der Souverän genehmigte die neuen Statuten. Somit werden erstmals «Paarmitgliedschaften» als Novum angeboten. Aufgrund administrativer und digitaler Anpassungen haben die neuen Statuten Gültigkeit ab dem 01.01.2022.
Alle Frühjahrsanlässe mussten abgesagt werden.
An der HV 2017 entschied der Souverän einen internen Wettbewerb für ein neues Clublogo zu lancieren. Über 20 Vorschläge von SBM-Mitgliedern wurden eingereicht. In einer Vorselektion entschieden sich die Mitglieder für zwei mögliche Varianten. An der HV 2018 wurde der Vorschlag von Stefan Risi mit grossem Mehr gewählt.
Zusammen mit dem YCA Jachtclub Arbon organisierte der SBM – unterstützt von der Stadt Arbon – einen Sozialanlass. Trotz kühlen und vor allem feuchten Witterungsverhältnissen haben rund 50 Personen den Event tatkräftig unterstützt. Während rund 3 Stunden wurden über 2000 Liter Abfall und Müll gesammelt.
Irgendwie war schon zu erahnen, dass da was „im Busche“ sein muss, als immer mehr Menschen in Uhldingen / DE gesichtet wurden, die in exakt der Art und Weise gekleidet waren, wie es in den goldenen Zwanzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts usus war: Gleich mehrere Damen präsentierten sich mit Federboas geschmückt, mit Spitzen gekleidet, mit filigranen Stirnbändern und auch grossen Blumen. Die Herren der Schöpfung hingegen erfreuten die Zuschauenden mit Nadelstreifenanzügen oder auch mal mit Smoking, Zylinder und weissen Handschuhen. Als dann noch der einzige Raddampfer des Bodensee, die ehrwürdige „Hohentwiel“, ebenfalls aus derzeitlichen Epoche rund um die Gründung des SBM stammend, anlegte, war der letzte Zweifel schnell ausgeräumt: Hier musste es sich um ein Jubiläum handeln! Und richtig: Die Damen- und Herrschaften trafen ein, um gleich darauf die Hohentwiel zu besteigen und dort, gemäss alter Väter Sitte, das 90-jährige Bestehen des ältesten Motorbootclubs am Bodensee zu feiern. Max Ritter, das gleichzeitig älteste wie auch dienstälteste SBM-Mitglied, liess es sich nicht nehmen, ebenfalls auf die Hohentwiel zu kommen und den Festivitäten beizuwohnen. Mit Freude erzählte er den gespannt lauschenden Mitgliedern aus den frühen Tagen des SBM, dem er als junger Mann anno 1937 beitrat. Heute darf der Schweizerische Bodensee Motorbootclub mit Stolz von sich behaupten, nicht nur der älteste, sondern auch einer der ganz grossen und einflussreichen Motorbootclubs am Bodensee zu sein. Probleme mit Mitgliederrückgang kennt der kinder- und familienfreundliche Club glücklicherweise nicht, im Gegenteil: Wegen einer unglaublich guten Seekameradschaft unter den Mitgliedern, aber auch der vielen tollen Anlässe wegen, weist der SBM nach wie vor zunehmende Mitgliederzahlen auf. Zudem sind beim SBM nicht nur Motorboote, sondern auch Segelboote herzlich willkommen – getreu dem Motto: „Böötler sind Böötler!“
Die 87. Hauptverhandlung fand unter ganz besonderen Voraussetzungen statt. Ruedi Ruegg, der das SBM-Präsidium die letzten 14 Jahre mit viel Engagement und Herzblut geleitet hat, tritt als oberster Steuermann zurück. Unter tosendem Applaus wurde Ruedi Rüegg durch den Souverän zum Ehrenpräsidenten ernannt. Als langjähriges Vorstandsmitglied übernahm Reto Arpagaus das schwere Erbe. Herzliche Gratulation. Was hat Rudern mit dem SBM gemeinsam? Ganz einfach: unser Power-Mitglied Brigitte Kaufmann. Ihre Passion ist das Rudern. Brigitte, die damalige Frau Gemeindeammann von Uttwil startete am 21.04.2012 trotz vieler Warnungen in Grenzach zu ihrer Solo Rudertour. Nach unzähligen Hindernissen wie Berufsschifffahrt, Wind und Wetter erreichte sie Rotterdam nach 17 Rudertagen und rund 1000 Kilometern. Unterstützung erhielt Brigitte insbesondere von ihrer Familie und weiteren Helfern. Das erfahrene Rhein-Skipper-Paar Nelly und Ruedi Aeschimann – ebenfalls SBM-Mitglied – hat die Sportlerin mit ihrem Motorboot begleitet und in allen Belangen unterstützt. Das Fazit von Brigitte: „Mich erstaunt nicht so sehr, dass ich in Rotterdam angekommen bin, sondern vielmehr, dass ich mich überhaupt auf den Weg gemacht habe.“ Bravo zu dieser Leistung.
Unser langjähriger Clubdichter René Marquart verstarb im Jahre 2009. René war immer für Überraschungen gut. So überraschte er auch den SBM, indem er dem Club einen schönen Geldbetrag vererbte. Der Vorstand entschied sich zu Ehren von René Marquart einen Memorial-Anlass zu organisieren. Mit toller Unterstützung des Motorbootclub Hard und Mäni Müller, einem langjährigen SBM-Vorstandsmitglied und heutiges Ehrenmitglied, wurde ein unvergesslicher Seeanlass organisiert. Über 100 Teilnehmende mussten zuerst einen Schiffs-Parcour nach vorgegebenen Koordinaten abfahren und an den Posten diverse Aufgaben erfüllen. Bei der anschliessenden Party im Festzelt erreichte die tolle Stimmung vor Mitternacht ihren Höhepunkt, als die SBM Mitglieder auf Tischen und Bänken zu den Melodien der Band tanzten. Ein grosses Dankeschön an René. Unser Doppelanlass Anmotoren / Schiffstaufe im Hafen Horn West wurde zur grossen Herausforderung für den Vorstand. 160 Personen mit 50 Booten waren bei herrlichem Wetter gemeldet. Bereits einige Tage zuvor stellte der Vorstand ein grosses Zelt auf, um dem Grossansturm gerecht zu werden. Am Sonntag wurden gleich fünf Boote nach seemännischer Sitte durch den Meeresgott „Neptun“ getauft. Der Vorstand ist hocherfreut über die imposante Entwicklung unserer Clubanlässe. Es gehen jeweils viele Anmeldungen ein. Die SBM-Mitglieder nehmen mit ihren Kindern und Gästen an den Anlässen teil. In den letzten Jahren haben sich diese Veranstaltungen sowohl qualitativ und quantitativ gesteigert. Der Vorstand betrachtet dies als Anerkennung und Lohn und zugleich als Motivation für künftige Veranstaltungen.
Die Swiss Olympic Assoziation veranstaltete im Juli den Gigathlon 2009. Der Wettbewerb startete mit rund 1200 Sportlern. Das Distanzschwimmen startete beim Strandbad Rorschach und endete beim Altenrhein Jägerhaus. In einer freiwilligen Aktion übernahm der SBM die Postenarbeit mit 26 Booten. Auf jedem Schiff war ein ausgebildeter Rettungsschwimmer. Glücklicherweise verlief der gesamte Wettkampf bei großartigen Verhältnissen unfallfrei. Dieses punktuelle Engagement des SBM wurde allseits sehr begrüsst und die Medien haben darüber ausführlich und positiv berichtet. Das Honorar wurde im Anschluss im Restaurant Rheinspitz Altenrhein sodann für Speis und Trank wieder ausgegeben.
Das Anmotoren fand als Stegfest in Bregenz statt. Der Apéro wurde auf diversen Booten eingenommen. Aufgrund deren Angebote wurden einige Boote kurzerhand umgetauft in «Gin Tonic» oder «Vieille Prune» usw. Am Sonntag fand eine Kopfbedeckungsparty mit Prämierung statt. Als Folge davon mussten mit Tauchanzug und Brille gewisse Bootsutensilien aus dem Hafenbecken gefischt werden.
Anlässlich der HV im Hotel Restaurant Schiff, Buriet wird den Anwesenden Clubmitgliedern die erste SBM Website präsentiert. Das digitale Zeitalter hat somit auch beim SBM begonnen.
Per 31.12.2002 erfolgte der Austritt aus der Schweizerischen Dachorganisation FSM (Fédération Suisse Motonautique). Diese Organisation ist mehrheitlich in der Zentral- und Westschweiz aktiv. Sie konnte die Interessen am Bodensee aus Sicht des SBM nicht wahrnehmen oder aktiv unterstützen. Zum ersten Mal findet ein "Winteranlass" (ohne Boote) statt. Das Schlittel-Vergnügen wurde in den Folgejahren durch andere Aktivitäten abgelöst.
Anlässlich des jährlichen Schiffer WK’s lud der SBM sowie die Berufsschifffahrt als auch die Segler und natürlich die Motorböötler zu einer Podiumsdiskussion ein. Dabei stellte sich heraus, dass jeder Seenutzer andere Ansprüche und Bedürfnisse hat. Diese sollen mit Verständnis und Rücksichtnahme für- und aufeinander angegangen werden.
Das Anmotoren am Pfingstwochenende 1999 fällt buchstäblich ins Wasser. Es schüttet wie aus Eimern und die Boote können den Hafen nicht anlaufen Das Hochwasser beschäftigt die ganze Bodenseeregion bis weit in den Sommer hinein. Etliche Häfen sind für die Privatschifffahrt vorübergehend geschlossen. Aus dem Nähkästchen: die Präsidentengattin Charlotte Rüegg betritt das Casino in Trainingshose; ihre Abendkleidung ist dem Regen zum Opfer gefallen. Als besonderer Anlass im 75.-Jubiläumsjahr fand eine Säuberungsaktion statt. In Zusammen-arbeit mit dem Obmann des Naturschutzgebietes Romanshorn versammelten sich Clubmitglieder – bewaffnet mit Stiefeln und Handschuhen – um das Gebiet von Schwemmholz und Wohlstandsmüll zu säubern. Sogar Fernseher wurden gefunden. Die Presse sowie die Präsidenten von IBMV und FSM waren anwesend und haben positiv von dieser Aktion berichtet. Unserem Präsidenten wurde vom IBMV-Präsidenten, Hans Joachim Kunz, eine Jubiläums-Uhr überreicht und vom Anzeiger Verlags AG erhielt er eine Auszeichnung.
Bootstaufe mit toll geschmückten Booten im Harder Hafen 20.06.1992. Selbstverständlich mit dabei: Neptun und seine Meerjungfrauen.
Es finden viele Jahresveranstaltungen statt: Wochenstamm / Fonduefahrt / Hauptversamm-lung / Schiffer WK / Rätselfahrt / Anmotoren / Abmotoren / Klausabend u.a.
Per 27.12.1985 wird das Clublokal ohne Angaben von Gründen aufgelöst. Bereits in frühen Jahren organisierte der SBM laufend Fort- und Weiterbildung seiner Mitglieder in Form von sogenannten Schiffer-WK’s.
Im Mai 1979 wird das neue Clublokal im Gebäude des Seerestaurants Rorschach eingeweiht. Ohne finanzielle Beteiligung konnte das Lokal vom SBM jederzeit auch für Grossanlässe genutzt werden. Ein Informationsanlass, welcher als Fäkalien-Hock in die Clubgeschichte eingeht, findet statt. Darin erläutert Gastreferent Ernst Schwarz die Notwendigkeit, Schwarz- und Grauwasser künftig in Tanks zu deponieren, bevor diese in speziellen Absaugstationen entleert werden. An den regelmässig stattfindenden Stamm und Hocks nahmen je nach Jahreszeit zwischen zwei bis fünfzehn Personen teil. René Marquart wird am 17.08.1979 offiziell als Neumitglied aufgenommen. René verfasst unter dem Künstlernamen „Renato Goosy II“ diverse Texte. Diese trug er zur allgemeinen Aufheiterung an diversen Veranstaltungen und zu allen Gelegenheiten vor. Viele Jahre hat René damit die Mitglieder des SBM erfreut.
Eine Arbeitsgruppe hat sich dafür eingesetzt, die seit langer Zeit bestehenden Statuten zu überarbeiten. An der HV vom 02. Juni 1975 wurden diese zur Genehmigung unterbreitet und verabschiedet.
Der 20. Januar 1924 gilt als eigentliche Geburtsstunde des Bootsclubs. Zwölf Bootseigner sprachen sich dafür aus, die Segel- und Motorbootsportler zu einem einheitlichen Verband zusammen zu führen. Die Gründungsversammlung selber wurde bereits am 17. Februar 1924 mit entsprechenden Statuten abgehalten. Der Club hatte die offizielle Bezeichnung als „Schweizerischer Bodensee Motorfahrer + Segler Verbund“. Als erster Präsident fungierte ein gewisser Herr Goldener aus Horn. Der Jahresmitgliedsbeitrag betrug damals 5 Franken
Im damaligen Restaurant Schifferstube, Staad hatte der SBM einen eigenen Clubraum. Dieser wurde durch die Mitglieder mit nautischen Gegenständen auszustatten. Die Schifferstube hatte einen eigenen Anlegesteg, so konnten die Mitglieder jeweils mit dem Schiff beim Clublokal anlegen konnten (welch ein Luxus). Ein beliebtes Club-Spiel war das Korken-Fischen. Ein Mitglied mit Pilotenschein warf über der Schweinebucht eine Ladung Korken ab. Diese waren mit Zahlen versehen. Die Mitglieder fischten diese Korken mit ihren Booten fahrend aus dem Wasser. Wer die höchste Punktzahl erreicht hatte, wurde abends in gemütlicher Runde prämiert.
Gründung des Internationalen Komitees «DER WASSERSKI». Abtretung des freiwilligen Sturmwarndienstes an die kantonalen Amtsstellen. Clubbeitritt von Hans-Jörg Glatthard, heute noch aktives A-Mitglied.
An der HV vom 06. Juni 1959 wird der Vorstand auf 7 Mitglieder aufgestockt, namentlich wurden gewählt: Walter Furrer, Dr. Max Ritter, E. Bischoff-Fischbach, Ernst Kopp, Charles Fischer, Hans Bühler und Walter Bolleter. Der Vorstand beantragt an der HV, kein festes Jahresprogramm anzubieten, sondern je nach Wettersituation Ausfahrten vorzunehmen. Dr. Ritter präsentiert im Anschluss an die HV einen Lichtbildvortrag über seine Bootsfahrt zur Weltausstellung in Bruxelles. Es wird sehr geschätzt, einen so erfahrenen Seefahrer und Sportsmann wie Dr. Ritter in den eigenen Reihen zu haben. An der HV vom 24.06.1961 wird der Antrag gestellt, eine aktive Mitgliederwerbung zu betreiben, indem die kantonalen Bootskontrollen über Neuzulassungen angefragt werden sollen. Hierauf erfolgte der Clubbeitritt von Hans Nobel, der in den folgenden Jahren auch Vorstandsmitglied war und noch heute A-Mitglied ist. In seiner Freizeit hat Hans zusammen mit seinem Vater eigenständig ein Kunststoffboot mit einer Länge von rund 5 Meter gebaut. Dies stellte zur damaligen Zeit für den privaten Schiffsverkehr ein Novum dar. Die Bootsschalen waren fast ausschliesslich aus Holz. Hans und seine Frau Rita nehmen heute noch aktiv an den Seeanlässen und am Clubleben teil.
Leider sind aus den unmittelbaren Kriegsfolgejahren keine Unterlagen vorhanden, welche die Aktivitäten und Organe des Clubs dokumentieren. Trotzdem darf davon ausgegangen werden, dass der Club durchaus – wenn auch eingeschränkt – aktiv war. Der Zeitpunkt der Namensänderung von Schweizerischer Bodensee Yachtclub zum heutigen Clubnamen SBM Schweizerischer Bodensee Motorbootclub wurde im Zeitraum zwischen 1950 und 1958 vollzogen. Dr. Ritter, der eine zweite Amtsperiode als Präsident übernahm, war an der Namensfindung wesentlich beteiligt.
Selbst während den Kriegsjahren fanden die Versammlungen statt. Damals wurden Gesuche um Clubaufnahme durch den Souverän entschieden. Erst ab 1946 durften Schweizer Kursschiffe ihren Betrieb auf dem Bodensee, mit französischer Genehmigung, für Sonderfahrten zum deutschen Ufer durchführen. 1948 wurde der Trajektverkehr (Transport von Bahnwagen auf dafür gebauten Booten) zwischen Friedrichshafen und Romanshorn wiedereröffnet. Im gleichen Jahr durften auch wieder Kursschiffe verkehren.
Der Club befasste sich im Jahre 1941 mit dem Kauf einer eigenen Segelyacht. Dies wurde jedoch in einer Versammlung deutlich verworfen. Eine andere Empfehlung durch den Vorstand bestand darin, die Gastronomiebetriebe von Clubmitgliedern wie Hotel Rheinhof in Altenrhein, Hotel Bad Horn in Horn und das Fräulein Kaspar zur „Post“ in Berlingen zu berücksichtigen. Der jährliche Mitgliedsbeitrag wurde von 9 auf 5 Franken reduziert. Der freiwillige Sturmwarndienst wurde 1942 wieder reaktiviert. Innerhalb des Clubs wurden die Segler als Untersektion mit der Bezeichnung „Yachtclub Staad“ geführt, dessen Gründungsversammlung am 15. August 1942 erfolgte.
Kurz vor Kriegsausbruch war es den Motorbootfahrern auf dem Bodensee vorenthalten, zollfreies Benzin an den Seetankstellen zu beziehen. Der Benzinpreis lag damals bei ca. 0.25 Franken / Liter. Die Tankfüllung wurde unter Aufsicht eines Zöllners durchgeführt und musste ausschliesslich in den Bootstank erfolgen (keine Kanister-Füllung). Der private Bootsverkehr war während den Kriegsjahren stark eingeschränkt. Die Boote durften die Seemitte nicht überschreiten und Fotografieren vom See aus war grundsätzlich verboten. Es gab eine schriftliche Empfehlung des Clubs an seine Mitglieder, Benzinrationierungsscheine gegen Einsendung des Schifferpatents anzufordern. Mitte der Kriegsjahre war dann der private, motorisierte Schiffsverkehr gänzlich verboten. Der Vorstand rief damals seine Mitglieder auf, vermehrt Segelboote zu kaufen. So stieg die Anzahl Segelboote innerhalb des Clubs auf 12 Schiffe. Ebenfalls versuchte der Vorstand die Segelbootbesitzer zu motivieren, Motorbootskollegen auf Segelfahrten mitzunehmen, um denen doch noch ein paar schöne Stunden auf dem See zu gönnen.
Aufgrund starker Anti-Motorbootstimmung in der Öffentlichkeit, errichtet der SBM einen freiwilligen Seedienst. Im Jahre 1973 wurden 34 Einsätze von Mitgliedern gefahren. Die Behörden haben diesen Service unter der Voraussetzung, dass sich kein Mitglied amtliche Befugnisse anmasst, gutgeheissen. Es wurde eine sehr detaillierte Buchführung betrieben, inkl. Sünderliste. Diese Liste enthielt ausschliesslich Bootskennzeichen. Wiederholungstäter (Boote) wurden speziell markiert. Diese Institution wurde federführend vom IBMV, Internationaler Bodenseemotorboot Verband, übernommen. Dem IBMV gehören zwischenzeitlich 30 Clubs mit rund 3500 Mitgliedern an.
An einer ausserordentlichen Hauptversammlung 25.Juli 1932 wurde der Club- Name auf „Schweizerischer Bodensee Yachtclub“ geändert. Anlässe zu Wasser wurden damals als „Ansegeln und Ankurbeln“ definiert. Ein solcher Anlass fand am 21. Mai 1933 statt. Vier Gruppenführer in den Häfen von Romanshorn, Arbon, Rorschach und Staad warteten auf die Kollegen, um dann die Bootsreise als Gruppe zu unternehmen. Bootsabstände und sonstige nautische Regeln wurden klar definiert. Im Restaurant Kaufleuten St. Gallen wurde das 10-jährige Jubiläum gefeiert. Der Mitgliederbestand erreichte schon beachtliche 100 Personen. Als Präsident fungierte Dr. Ritter. Sein Boot hiess damals „Peter“ und hatte das Kennzeichen Th. 247. Zur damaligen Zeit bedeutete dies, dass 247 Boote im Kanton Thurgau, welcher das Kurzzeichen Th. verwendete, eingelöst waren. Das Oldtimer Schiff ist noch heute im Familienbesitz und kreuzt auf dem Bodensee mit dem Kennzeichen TG 247. Im Jubiläumsjahr erfolgte der Beitritt zur Fédération Suisse du yachting automobile, einer damaligen Dachorganisation. Der Clubjahresbeitrag wurde auf 8 Franken erhöht und das Clubvermögen belief sich auf 337.90 Franken. Im Jahre 1935 wurde eine Pfingstfahrt angeboten, die zur Insel Reichenau führte. Aufgrund der Distanz wurde vor Ort übernachtet. Es gab jedoch lediglich zwei Boote, die über Schlafmöglichkeiten verfügten. Alle anderen Teilnehmer waren gezwungen, ein geeignetes Nachtquartier in Hafennähe zu suchen. Rorschach als Seestadt verfügte lange über keinen eigenen Gondel- und Yachthafen, mussten viele Clubmitglieder ihre Boote zwischen Rheineck und Romanshorn stationieren.
Der 20. Januar 1924 gilt als eigentliche Geburtsstunde des Bootsclubs. Zwölf Bootseigner sprachen sich dafür aus, die Segel- und Motorbootsportler zu einem einheitlichen Verband zusammen zu führen. Die Gründungsversammlung selber wurde bereits am 17. Februar 1924 mit entsprechenden Statuten abgehalten. Der Club hatte die offizielle Bezeichnung als „Schweizerischer Bodensee Motorfahrer + Segler Verbund“. Als erster Präsident fungierte ein gewisser Herr Goldener aus Horn. Der Jahresmitgliedsbeitrag betrug damals 5 Franken